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Krieg um Frieden - Maybegenerationmaybe
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Krieg um Frieden - Foto: Quinten de Graaf
Blickwinkel Damals Hier & Jetzt

Krieg um Frieden

Es roch nach Staub. Meine Nasenhaare umarmten weinend Staubkörner, formten kleisterhafte Statuen in meinen Nasenlöchern.
Ich griff in die linke Tasche meiner zerfetzten Hose, f√ľhlte die Initialien, mit 160 kleinen Stichen aufgestickt. Ich wollte sie wegschn√§uzen, diese Kriegsmahnmale, doch hielt inne, entdeckte Blut an meinen Knien, die wie Pfannkuchen, aus denen Marmelade tropfte, so weich an meinen Beinen hingen.

„Stimmt.“, dachte ich. Ich war gest√ľrzt, hatte mir, auf die Knie fallend, die Arme um den Kopf gekrallt, als die Bombe vom Himmel schwebte. Ich sp√§hte durch die Arml√ľcke. Der Pilot winkte mir noch freundlich zu. Ich hoffte sehr, er nahm es mir nicht √ľbel, doch ich hatte ja nun keine Hand frei, um zur√ľckzuwinken. Jetzt steckten sie rasierklingentief in meinen Armen, die Bombensplitter, jedoch nicht in meinem Kopf.

Statt zu schn√§uzen, tupfte ich Blutrinnsale weg und schaute den Tr√ľmmerfrauen zu. Stein f√ľr Stein schleppten sie an den Rand, von dem wir alle wussten, dass er mal eine Stra√üe war, als hofften sie, unter all dem Schutt noch irgendetwas zu finden.

Mein Vertrauen, meine Geborgenheit lagen unter den Ruinen meines Wohnhauses begraben. Falls sie sie f√§nden, w√ľrde ich ihnen eine Mark in die Hand dr√ľcken. Finderlohn. Ob sie sich so den Lebensunterhalt verdienten, den ihre im Krieg verschollenen M√§nner nie wieder verdienen w√ľrden, indem sie die versch√ľtteten Gef√ľhle fremder Menschen aus den Tr√ľmmern sch√§lten?

Nichts w√ľrde so sein wie fr√ľher. Ich durfte also endlich anfangen „fr√ľher“ zu vermissen.
Die Luft war voller Sehnsuchtspartikel, die an den gebl√ľmten Tapetenbahnen fremder Wohnzimmer kleben blieben, durch die Zerst√∂rung freigesetzt und beim Aussch√ľtteln des Staubwedels zum Fenster heimlich hereingeschwebt.

„Na toll!“, denke ich. Jetzt atmen wir sie alle ein, diese herzzerrei√üende Sehnsucht.
Und irgendwann sind wir es, die einen neuen Krieg heraufbeschwören, mit neuer Zerstörung, neuer Sehnsucht und neuer Luft, deren Einatmen so schwer fällt, weil zu viel Schmerz darin schwebt.

Foto von Quinten de Graaf von Unsplash

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